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Probiotische Bakterienstämme im Protein: Warum wir Lactiplantibacillus plantarum und Lacticaseibacillus rhamnosus verwenden

Probiotische Bakterienstämme im Protein: Warum wir Lactiplantibacillus plantarum und Lacticaseibacillus rhamnosus verwenden

Immer mehr Menschen achten heute nicht nur auf ihre Proteinaufnahme, sondern auch auf ihre Darmgesundheit und das Gleichgewicht ihres Mikrobioms. Genau hier setzt der Ansatz der sogenannten Functional Nutrition an: Nährstoffe werden gezielt kombiniert, um mehrere Systeme im Körper gleichzeitig zu unterstützen.

Auch bei TWONATURALS verfolgen wir diesen Ansatz. Unser Vegan Protein+ enthält daher nicht nur hochwertiges pflanzliches Protein, sondern zusätzlich zwei spezifische probiotische Bakterienstämme:

  • Lactiplantibacillus plantarum (Lp-115®)

  • Lacticaseibacillus rhamnosus (Lr-32®)

Doch was genau sind diese Bakterienstämme – und warum haben wir uns bewusst für diese entschieden?


Was sind Probiotika?

Probiotika werden wissenschaftlich als lebende Mikroorganismen definiert, die – in ausreichender Menge aufgenommen – einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt haben können (FAO/WHO, 2002; Hill et al., 2014).

Ein entscheidender Punkt dabei:

Nicht nur die Bakterienart, sondern der exakte Stamm ist relevant.

Unterschiedliche Stämme derselben Art können unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Deshalb werden in wissenschaftlichen Studien immer stammspezifische Bezeichnungen verwendet (Hill et al., 2014).

Aus diesem Grund haben wir uns bewusst für zwei gut dokumentierte und häufig untersuchte probiotische Stämme entschieden.


Lactiplantibacillus plantarum (Lp-115®)

Lactiplantibacillus plantarum gehört zu den am häufigsten untersuchten probiotischen Bakterienarten. Diese Milchsäurebakterien kommen natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln sowie im menschlichen Darm vor (de Vries et al., 2006).

Unterstützung der Darmflora und Verdauung

Studien zeigen, dass bestimmte Stämme von L. plantarum zur Stabilisierung des Darmmikrobioms beitragen können und mit der Darmflora interagieren (Fidanza et al., 2021).

Ein ausgewogenes Mikrobiom ist relevant für:

  • Verdauung

  • Stoffwechselprozesse

  • Immunfunktionen

(Lin & Zhang, 2017)

Interaktion mit dem Immunsystem

Ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Darm. Probiotische Bakterien können mit Zellen der Darmschleimhaut interagieren und so immunologische Prozesse beeinflussen (Barcik et al., 2017).

Schutz vor unerwünschten Mikroorganismen

Viele probiotische Bakterien produzieren antimikrobielle Substanzen, die das Wachstum bestimmter Mikroorganismen hemmen können (Segers & Lebeer, 2014).

Unterstützung der Darmbarriere

Die Darmbarriere verhindert, dass unerwünschte Stoffe aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Studien zeigen, dass probiotische Stämme die Funktion dieser Barriere beeinflussen können (Petrof et al., 2009).

Einige Untersuchungen zeigen zudem, dass bestimmte probiotische Bakterien die Aktivität von Tight-Junction-Proteinen wie ZO-1 beeinflussen können, die eine zentrale Rolle für die Stabilität der Darmbarriere spielen (di Vito et al., 2022).


Lacticaseibacillus rhamnosus (Lr-32®)

Auch Lacticaseibacillus rhamnosus gehört zu den am besten untersuchten probiotischen Bakterienarten. Diese Bakterien sind natürlicher Bestandteil der menschlichen Darmflora und werden häufig in probiotischen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt (Segers & Lebeer, 2014).

Unterstützung der Darmbarriere

Die Darmbarriere besteht aus eng miteinander verbundenen Darmzellen, die durch sogenannte Tight Junctions stabilisiert werden.

Studien zeigen, dass bestimmte L. rhamnosus-Stämme die Expression solcher Proteine beeinflussen können und damit zur Stabilität der Darmbarriere beitragen (di Vito et al., 2023).

Stabilisierung des Mikrobioms

Probiotische Bakterien konkurrieren mit anderen Mikroorganismen um Nährstoffe und Lebensraum. Dadurch können sie zur Stabilität des mikrobiellen Gleichgewichts im Darm beitragen (Hill et al., 2014).

Interaktion mit dem Immunsystem

Zahlreiche Studien untersuchen außerdem den Zusammenhang zwischen L. rhamnosus und Immunreaktionen im Darm (Segers & Lebeer, 2014).


Warum wir Probiotika mit Protein kombinieren

Unser Ansatz bei TWONATURALS basiert auf Functional Nutrition – also der gezielten Kombination verschiedener Nährstoffe.

Protein ist ein zentraler Makronährstoff und trägt unter anderem bei zu:

  • Muskelaufbau

  • Muskelerhalt

  • Regeneration

(EFSA, 2010)

Probiotische Kulturen stehen hingegen im Zusammenhang mit Darmmikrobiom und Verdauung.

Durch die Kombination aus pflanzlichem Protein, probiotischen Kulturen sowie ausgewählten Mikronährstoffen entsteht ein Produkt, das mehrere Aspekte moderner Ernährung miteinander verbindet.


Fazit: Mehr als nur Protein

Unser Vegan Protein+ wurde mit dem Ziel entwickelt, mehr als ein klassisches Proteinpulver zu sein.

Durch die Kombination aus:

  • pflanzlichem Protein

  • probiotischen Bakterienstämmen

  • Vitaminen und Mineralstoffen

entsteht ein Produkt, das den Ansatz der Functional Nutrition widerspiegelt.

Denn moderne Ernährung bedeutet nicht nur Makronährstoffe zu zählen – sondern verschiedene Systeme im Körper ganzheitlich zu betrachten.

👉 Entdecke unser Vegan Protein+ mit Probiotika


Quellen

Barcik W. et al. (2017). Immune regulation by histamine and histamine-secreting bacteria. Current Opinion in Immunology.
de Vries M. et al. (2006). Lactobacillus plantarum – survival, functional and potential probiotic properties. Microbiology and Molecular Biology Reviews.
di Vito R. et al. (2022). Multi-strain probiotics improve intestinal barrier function by modulation of tight junction proteins. Cells.
di Vito R. et al. (2023). Effects of probiotics on intestinal barrier function.
Fidanza M. et al. (2021). Lactiplantibacillus plantarum: Nomad and ideal probiotic. Frontiers in Microbiology.
Hill C. et al. (2014). Expert consensus document: Probiotics definition. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology.
Lin L. & Zhang J. (2017). Gut microbiota and human diseases. BMC Immunology.
Petrof E.O. et al. (2009). Lactobacillus plantarum and inflammatory pathways.
Segers M.E. & Lebeer S. (2014). Lactobacillus rhamnosus. Microbial Cell Factories.
FAO/WHO (2002). Guidelines for probiotics in food.
EFSA (2010). Dietary reference values for protein.